KOP-Training
Sicher. Souverän. Stark in Konflikten und Krisen.

Anti- Gewalt- Training

Das Anti-Gewalt-Training basiert auf den Prinzipien der konfrontativen Pädagogik und richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene mit auffälligem, grenzüberschreitendem oder gewalttätigem Verhalten.
Grundlage bildet der Ansatz von Jens Weidner:

klare Konfrontation, eindeutige Verantwortungsübernahme und gezielte Verhaltensänderung.

Das Training ist kein therapeutisches Angebot und verfolgt keinen unrealistischen Anspruch von Gewaltfreiheit.
Ziel ist die Entwicklung einer reflektierten und kontrollierten Umgangsweise mit Aggression.

Bild von Dorota Trzaska aus Unsplash



Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an:

  • Jugendliche und Heranwachsende (ca. 14–21 Jahre)
  • Teilnehmer mit aggressivem, impulsivem oder gewalttätigem Verhalten
  • junge Menschen mit gerichtlichen Auflagen oder freiwilliger Teilnahme
  • Gruppen aus Schulen, Jugendhilfe oder offener Jugendarbeit

Die Arbeit erfolgt in klar abgegrenzten, homogenen Gruppen, um Offenheit, Verbindlichkeit und wirksame Prozesse zu ermöglichen.

Ziel des Trainings

Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, Gewalt zu erkennen, zu verstehen und zu kontrollieren.
Die Teilnehmer lernen:

  • eigene Aggression frühzeitig wahrzunehmen
  • Auslöser und Dynamiken ihres Verhaltens zu verstehen
  • Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen
  • alternative Handlungsstrategien zu entwickeln
  • Konflikte ohne Gewalt zu lösen

Ziel ist eine nachhaltige Verhaltensänderung im Alltag – nicht nur im Training.




Methodischer Ansatz

Das Training arbeitet bewusst konfrontativ und praxisnah.
Zentrale Elemente sind:

  • geführte Gruppenprozesse mit klarer Struktur
  • direkte Konfrontation mit eigenem Verhalten
  • Einbezug der Opferperspektive
  • Arbeit mit Gruppendynamiken und sozialer Kontrolle
  • realitätsnahe Übungen und Simulationen

Ein zentrales Element ist der sogenannte „heiße Stuhl“, in dem Teilnehmer ihr Verhalten offen reflektieren und sich mit den Konsequenzen auseinandersetzen.


Rahmenbedingungen

  • Gruppengröße: 6–12 Teilnehmer
  • Dauer: ab 80 Stunden (über mehrere Monate)
  • Durchführung in festen, verbindlichen Gruppen
  • Teilnahme nach Vorgespräch / Auswahlverfahren

Das Training wird von qualifizierten Anti-Gewalt- und Deeskalationstrainern durchgeführt und eng durch pädagogische Fachkräfte der Einrichtung begleitet.


Ergebnis


Das Anti-Gewalt-Training führt zu:

  • höherer Selbstkontrolle
  • reduzierter Gewaltbereitschaft
  • klarerem Sozialverhalten
  • mehr Handlungssicherheit im Alltag

Ziel ist eine stabile Entwicklung hin zu verantwortungsbewusstem und sozial verträglichem Verhalten.


Inhalte und Schwerpunkte

Das Training verbindet Selbstreflexion, Gruppenerfahrung und konkrete Handlungskompetenz:
Selbstwahrnehmung & Reflexion

  • eigene Gewaltmuster erkennen
  • Täter- und Opferrollen verstehen
  • Stärken und Schwächen realistisch einschätzen

Umgang mit Aggression

  • körperliche und emotionale Signale frühzeitig wahrnehmen
  • Spannungen regulieren und kontrollieren
  • aggressive Impulse konstruktiv nutzen

Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit

  • Provokationen aushalten und steuern
  • klare und wirksame Kommunikation entwickeln
  • Konflikte aktiv und gewaltfrei lösen

Soziale Kompetenz & Empathie

  • Perspektivwechsel einnehmen
  • Auswirkungen des eigenen Handelns verstehen
  • Respekt, Grenzen und soziale Regeln verinnerlichen

Handlungssicherheit im Alltag

  • Verhalten in Bedrohungs- und Konfliktsituationen
  • Entwicklung konkreter Strategien
  • Übertrag in Schule, Alltag und soziale Systeme


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